Das Erlebnis
Wie man äthiopisch und eritreisch isst
Kein Besteck, kein eigener Teller, keine Gänge. Eine kurze Einführung - damit der erste Besuch nicht mit einer Frage beginnt.
Injera
Teller, Besteck und Beilage in einem
Injera wird aus Teff gemacht, einem sehr feinen Getreide aus dem äthiopischen Hochland. Der Teig vergärt mehrere Tage, was ihm die leichte Säure gibt.
Gebacken wird auf der Mitad, einer großen runden Platte. Dabei steigen Blasen an die Oberfläche und hinterlassen die typischen Löcher - sie nehmen später die Saucen auf.
Am Ende der Mahlzeit hat die Injera unter den Gerichten alles aufgesogen. Vielen gilt dieses Stück als das beste.

In vier Schritten
Wie man isst
Mit der rechten Hand ein Stück Injera abreißen.
Damit etwas von einem der Gerichte aufnehmen - ohne die Finger in die Sauce zu tauchen.
In einem Bissen essen.
Weitermachen, im eigenen Tempo. Es gibt keine Reihenfolge und keine Gänge - man probiert sich über die Platte.
Gewürze
Berbere, Mitmita, Nitir Kibbeh
Berbere ist die bekannteste äthiopische Gewürzmischung: Chili als Basis, dazu Bockshornklee, Koriander, Ingwer, Kardamom, Piment und Nelke. Sie ist würzig, nicht bloß scharf.
Mitmita ist schärfer und feiner - Vogelaugenchili, Kardamom, Nelke und Salz. Sie kommt zu Kitfo und an rohe Gerichte.
Nitir Kibbeh ist geklärte Butter, die mit Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Gewürzen angesetzt wird. Sie ist der Grund, warum viele Gerichte einen Duft haben, den man nicht sofort einordnen kann.
Nicht alles ist scharf. Alicha-Gerichte kommen ganz ohne Chili aus und arbeiten mit Kurkuma und Ingwer. Sagen Sie uns einfach, wie Sie es mögen.

Fastenküche
Vegan, seit Jahrhunderten
Die äthiopisch-orthodoxe Tradition kennt zahlreiche Fastentage, an denen keine tierischen Produkte gegessen werden. Daraus ist über Jahrhunderte eine vollwertige pflanzliche Küche entstanden - nicht als Verzicht, sondern als eigene Kochkunst.
Deshalb ist bei uns die vegane Platte kein Sonderwunsch, sondern eines der Herzstücke der Karte.
